Sven

Die Wahrheit liegt
auf dem Platz

Um eine Frage schon vorwegzunehmen. Es sind 12 Minuten, die Sven Bender später auf die Welt kommt als sein Bruder Lars. Um eine weitere Frage aufzugreifen. Ob Lars heute Sven hieße, oder Sven heute Lars, wenn die Reihenfolge eine Andere gewesen wäre – da muss man die Namensgeber fragen.

Das Leben von Sven Bender verläuft lange Zeit parallel zu dem seines älteren Bruders. Die gemeinsame Jugend beim TSV Brannenburg, der SpVgg Unterhaching und schließlich der Wechsel zu 1860 München im Jahr 2002. Im Jahr 2009 trennen sich die Wege der beiden. Sven wagt den Schritt in die erste Bundesliga und schließt sich Borussia Dortmund an. Aus dem oberbayrischen Brannenburg ins Herz des Ruhrgebiets. Nicht nur fußballerisch eine Herausforderung. Fragt man Sven rückblickend, was denn das Aufregendste für ihn in Dortmund sei, so lässt die Antwort nicht lang auf sich warten. „Wenn man auf dem Platz von 80.000 Fußballverrückten unterstützt wird, ist das der Wahnsinn. Da bekommt man schon Gänsehaut“. Nach all den Jahren bei Borussia Dortmund hat Sven mit der Mannschaft schon fast alles erreicht, was man erreichen kann – zwei Deutsche Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiege. Vor allem aber die Teilnahme am Finale der Champions League in London – für Sven Bender eine „Riesennummer“. Diesen Erfolg hat sich Sven, wohl wie kaum ein Anderer, nicht nur durch fußballerischen sondern auch durch körperlichen Einsatz erarbeitet. „Der Typ geht da mit dem Kopf hin, wo andere nicht den Fuß nehmen würden“, so ein Mitspieler.


Nach acht sehr erfolgreichen Jahren ging ein schöner Karriere- und Lebensabschnitt in Dortmund zu Ende. Sven schloss sich der Werkself aus Leverkusen an. Hier hat er von Beginn an wieder eine Führungs- und Leistungsträgerrolle übernommen und hofft auf weitere erfolgreiche Jahre. 

01Sportler